Ist ein böser Gott heute in den USA allmächtig?
Trump lebt und handelt wie Gott. Aber er ist ein böser Gott. Ein Gott der Unmoral, des Nihilismus. Eine “unerhörte Frage” des “Religionsphilosophischen Salon Berlin” zeigt: Ohne religiöse und theologische Kategorien lässt sich die Allmacht von Trump und seiner christlichen und auch katholischen Clique nicht verstehen.
Wenn Trump eine seiner vielen Verordnungen und Gesetze unterschrieben hat, dann zeigt er das Dokument, hoch haltend, auch drehend, damit jede Kamera es wahrnimmt: Trump will so religiöse Vorstellungen wecken von Moses, der die Gesetzesstafeln Gottes dem Volk zeigt. Dies ist ein beliebtes Motiv der Künstler, man denke an Valentin de Bourgognes Gemälde (1628). Diese Unterschriften-Riten Trumps im Beisein seiner ihn bewundernden “Gemeinde” (Vance und Co.) sind eine bewusst eingesetzte öffentliche Zeremonie, die direkten Bezug hat zu tiefsten religiösen Traditionen von Judentum und Christentum. Moses hatte die Gesetzestafeln empfangen, er stand UNTER Gott. Trump formuliert die Gesetze, er ist Herr der Gesetze, er ist Gott.
Die eine Religion für die plurale Menschheit
Nur das Christentum ist unter allen “Weltreligionen” die einzige Religion, die in allen Ländern dieser Erde Mitglieder hat. Aber zahlenmäßig bedeutend sind die Kirchen nur in den europäisch bestimmten Kontinenten. Die These des Philosophen Helvétus ist also richtig, er sagt: Eine Religion kann nur in bestimmten begrenzten Gebieten gelten. Das Christentum hat trotz aller Missionsarbeit immer noch ein europäisches dogmatiches und institutionelles Profil. Jetzt aber wird die Säkularisierung für alle Religionen immer bestimmender, wenn nicht gefährlich. Wenn es noch eine wirksame Religion für die Menschen heute geben kann, dann ist es die Vernunftreligion, sie nennt die universell geltenden Menschen geradezu “heilig”. Christian Modehn empfiehlt im Anschluss an Immanuel Kant die Vernunftreligion der Menschenrechte, …. um endlich mal einen neuen Vorschlag in die ewgig selben Debatten der TheologInnen zu bringen. Die Vernunftreligion der Menschenrechte steht über den einzelnen Religionen, sie wertden von ihr korrigiert und … reformiert.
Papst Leo XIV. propagiert die Gestalt des katholischen Priesters von vorgestern für heute
Das neue “Apostolische Schreiben” Papst Leo XIV. propagiert ein Priesterbild von vorgestern. Dieser Text des papstes ist Ausdruck für die konservative Theologie des Papstes aus dem Augustiner- Orden. Als nächstes wird der papst die alte lateinische Messe wieder weltweit erlauben?
Albert Camus: Seine Spiritualität!
Die besondere Spiritualität von Albert Camus verdient viel Aufmerksamkeit, zumal anläßlich des Films “Der Fremde” von Francois Ozon.
Kant sollte jetzt Kirchenlehrer sein! Unser Wunsch für 2026!
Im Jahr 2026 darf es den Religionen und Kirchen nicht zuerst um ihre eigenen Dogmen, moralischen Behauptungen und Bindungen an nationale Ideologien (siehe Russland, Israel, USA, Iran usw.) gehen. Die Vernunftreligion lebt im Sinne Kants in einer „unsichtbaren Kirche“, sie braucht keine Herrschafts-Strukturen, aber sie braucht durchaus Lehrer, die herrschaftsfrei die Vernunft-Religion erklären.
„DIESE VERNUNFTRELIGION SOLL ALS WELTRELIGION AUSGEBREITET WERDEN“. Die Vernunftreligion der Menschenrechte lebt bereits, sie ist als gute Utopie „nicht tot zu kriegen“… Die Vernunftreligion wird also die Religion der globalen Zukunft sein: weil sich immer mehr religiöse Menschen von den unverständlichen Dogmen und erstarrten Riten und infantilen Gebeten, Kirchenliedern abwenden … und die fundamentalistischen Verirrungen ihrer Religionen und Konfessionen schlicht und einfach nicht mehr ertragen können!
Der christliche Glaube ist einfach – Auch das Bekenntnis ist einfach!
Der christliche Glaube ist keine komplizierte Theorie. Das Glaubensbekenntnis der Christen ist einfach, in wenigen Worten auszusagen. Das muss angesichts des komplizierten Glaubensbekenntnisses von Nizäa (im Jahr 325!) gesagt werden. Dazu äußern sich Karl RAHNER, der Jesuit Frido Pflüger, Pater Heiner Wilmer und der Protestant Prof Wilhelm Gräb.
Mit Boccaccio in die Religionskritik
Anläßlich des 700. Todestages des italienischen Dichters Boccaccio muss auch an dessen Kirchenkritik erinnert werden. Deutlich wird: Das Mittelalter war nie von einem einmütig – dogmenfrommen Glauben im Katholizismus geprägt.
Aktualisiert am 1. Mai 2023 durch cm
